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Das richtige Winterquartier finden

Das richtige Winterquartier finden

Das richtige Winterquartier finden

Die sommerliche Urlaubszeit ist vorbei. Für so manchen Besitzer eines Wohnmobils oder eines Wohnwagens stellt sich nun die Frage, wo er sein rollendes Feriendomizil bis zur nächsten Reise parkt. „Dazu gibt es unterschiedliche Regelungen für Wohnmobile sowie Caravans und auch das Gesamtgewicht des rollenden Feriendomizils spielt eine Rolle“, erläutert Eberhard Lang von TÜV SÜD.

„Wohnmobile dürfen unbegrenzt lange auf Parkplätzen und öffentlichen Straßen abgestellt werden, solange es nicht durch ein Schild verboten ist“, erläutert TÜV SÜD-Fachmann, „wenn das Freizeitmobil weniger als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht wiegt, zugelassen ist und eine gültige HU-Plakette trägt.“ Wichtig ist darüber hinaus, dass man niemand behindert und beispielsweise auch keine Verkehrszeichen verdeckt, was allein durch die Größe des Reisemobils durchaus passieren kann. Ebenso bei Gehwegen muss man aufpassen. Nur Fahrzeuge mit einem Gewicht bis zu 2,8 Tonnen dürfen, wenn es durch ein Schild explizit erlaubt ist, halbseitig auf dem Gehsteig abgestellt werden. Zudem sollte man regelmäßig nach dem Fahrzeug sehen, weil beim Aufstellen von mobilen Halte- und Parkverboten die sogenannte Drei-Tage-Frist greift. Wird auf einem öffentlichen Parkplatz ein temporäres Halte- und Parkverbot angebracht wird, etwa wegen eines Umzugs oder wegen Bauarbeiten, muss ein solches Verbot mindestens drei Tage vorher angekündigt werden.

Anders bei Wohnwagen, erläutert der TÜV SÜD-Fachmann: „Ein abgekoppelter Wohnwagenanhänger darf gemäß der Straßenverkehrsordnung (§ 12 (3b) StVO) nicht länger als zwei Wochen auf öffentlichen Straßen oder Parkplätzen geparkt werden.“ Den Caravan nach 14 Tagen um ein paar Meter versetzen, reicht nicht aus. Angekoppelt am Zugfahrzeug einen anderen Parkplatz in der Nebenstraße aufzusuchen, ist rein rechtlich betrachtet eine Alternative. Achtung: Am Stellplatz muss für ausreichend Beleuchtung beispielsweise durch eine Straßenlaterne gesorgt sein. Auch dies sieht die Straßenverkehrsordnung innerhalb von Ortschaften für Anhänger vor. Wer ein ausreichend großes Grundstück besitzt, kann sein Fahrzeug darauf abstellen. „Die Betonung liegt auf Abstellen“, erinnert Lang: „Wird der Caravan überwiegend ortsfest auf dem Grundstück genutzt, kann sich das Baurechtsamt einschalten und möglichweise wird eine Genehmigung erforderlich.“

Um Probleme zu vermeiden, rät Lang, sich einen separaten Stellplatz zu suchen. Erfahrungsgemäß können vielerorts Stellplätze bei Bauern oder Besitzern von Brachgeländen oder Scheunen angemietet werden. Damit Fahrzeug und Anhänger vor ungebetenen Gästen ebenso wie vor beispielsweise Hagelschauern geschützt sind, empfiehlt sich bei der Wahl eines geeigneten Stellplatzes ein überdachtes Gelände mit festem Zaun und professionellem Tor.

Jenseits der rechtlichen Bestimmungen sollte man beachten, generell sind Wohnmobile als Dauerparker auf öffentlichen Straßen nicht gerne gesehen – Stichwort Parkraumnot. „Wer vorhat, über mehrere Wochen einen Pkw-Parkplatz in der Nachbarschaft zu nutzen, sollte sich nach Möglichkeit vorher mit den Anwohnern abstimmen, um Konflikte zu vermeiden“, empfiehlt Lang.

Quelle: https://www.tuvsud.com/de-de/presse-und-medien/2021/september/das-richtige-winterquartier-finden

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